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Erfahrungsbericht: Würden wir wieder mit Suckfüll bauen?

Wir wurden sowohl privat im Freundeskreis, als auch über dieses Blog häufig gefragt, ob wir wieder mit Suckfüll bauen würden. Für alle die keine langen Texte lesen wollen hier die Kurzform: „JA!“

Bei der Recherche für die Bauanbieterauswahl sind wir über viele Horrorgeschichte im Zusammenhang mit dem Thema Hausbau gestoßen. Neben Baumängeln wurden auch massiv gestiegene Baukosten als Probleme ausgewiesen. Dies macht natürlich hellhörig und aufmerksam. Daher starten wir im Erfahrungsbericht direkt mit den „Baumängeln“.

KW17 -Eigenleistung als Vorbereitung für die Fußbodenheizung

Die Fußbodenheizung wird in der KW18 verlegt. Daher müssen wir vorher die letzten Kabel und Leerrohre verlegen. Im Wohnzimmer werden insgesamt drei Fußbodensteckdosen verlegt. Je eine Doppelsteckdose mit Dauerstrom unter dem Esstisch und am Sofa, sowie eine schaltbare Steckdose mit TV, Netzwerkkabeln und dem Ausgang für HDMI und Audikabel unter dem Fernseher.
Zudem wird das Wohnzimmer mit Leerrohren und Kabeln für ein 5.1 Surround-System ausgestattet. Der Subwoofer wird dabei hinter dem Sofa platziert und ist auch mit einer schaltbaren Steckdose ausgestattet.
Alle Leerrohre laufen in unserer Vorratskammer zusammen. Von hier aus können der Verstärker und das Multimedia-Equipment versorgt werden. Zudem werden an dieser zentralen Stelle die Fritzbox (inkl. DECT-Telefonmodul) und die Homematic CCU2 (Homematic-Zentrale mit Funkmodul) positioniert. Wir hoffen somit einen guten Empfang im ganzen Haus zu haben. Durch die Sternförmige Netzwerkverkabelung könnten jedoch WLAN- oder DECT-Repeater in jedem Raum oder auf dem Dachboden montiert werden.

KW16 – Trockenbau, Beleuchtung und Erkerfarbe

Der Trockenbau von Suckfüll hat innerhalb von zwei Wochen ganze Arbeit geleistet. Die Decken im EG und OG sind komplett abgehangen und verkleidet worden. Zudem wurden die defekten Gipskartonplatten ausgetauscht und einige Rohre verkleidet. Außen wurde der Dachüberstand vom Trockenbauer verkleidet. Wir haben bereits die Verkabelung der Außenbeleuchtung vorbereitet und haben am Wochenende die Löcher für die Außenspots gebohrt. Solange das Gerüst noch steht, ist die Montage der Außenbeleuchtung ein Kinderspiel.

Funkstille auf dem Blog? Eigenleistung auf der Baustelle!

Am Donnerstag konnten wir bereits die Vorarbeiten für die Elektroinstallation durchführen, während die Suckfüllmonteure noch das Dach fertiggestellt haben. Wir haben die Elektroinstallation zusammen mit einem lokalen Elektriker innerhalb von zweieinhalb Wochen umgesetzt. Die Smart Home Planung und Umsetzung ist dabei vollständig in Eigenleistung erfolgt. Es ist immer noch beeindruckend wie viele Meter Kabel in unserem Haus  im HWR zusammentreffen.

Kurz vor Ostern konnten wir die gesamte Anlage zum ersten Mal in Betrieb nehmen. Nach dem Anschluss der 24 Volt und Bus-Kabel haben alle Aktoren sofort funktioniert. Für mich war dies bislang die größte Überraschung beim Hausbau. Unser Haus ist jetzt bereits vollständig per iPad steuerbar. Der Einbau der Taster, Lampen, Rauchmelder und Reedkontakte ist jetzt noch eine reine Fleißarbeit.

Elektrikkomponenten bestellen und Homematic für den Einbau vorbereiten

Die Bodenplatte ist fertiggestellt und die Hausanschlüsse sollen in der nächsten Woche gelegt werden. Es ist an der Zeit die Elektroinstallation und das Smart Home vorzubereiten. Neben Schalter und Steckdosenbestellungen habe ich einige Kilometer Kabel bestellt und einen Elektriker für die Basisinstallation und die Abnahme der Gesamtinstallation beauftragt.
Im Rahmen unserer Elektroplanung haben wir alle Taster, Steckdosen und smarten Komponenten im Grundriss eingezeichnet. In Summe handelt es sich um mehr als 50 Aktoren und Komponenten von Homematic. Dazu kommen noch zahlreiche Brandmelder, Bewegungsmelder und Leerrohre. Wir werden etwa 2,9 km Kabel verbauen. Neben den 3 und 5-Adrigen Stromkabeln werden wir Cat5 für die Taster, Bewegungsmelder, Brandmelder und Reed-Kontakte einsetzen. Cat7 wird für die Netzwerkverkabelung verwendet. Das TV-Kabel wird sternförmig vom HWR aus verlegt. Somit kann sowohl ein SAT- als auch Kabel-Signal eingespeist werden. Die Leerrohre werden für die Fußbodensteckdosen (HiFi-Verkabelung), die Lautsprecherkabel und als Verbindung zw. HWR und Dachboden eingesetzt.

Fußbodensteckdosen

Im Wohn- und Essbereich haben wir uns entscheiden drei Fußbodensteckdosen zu verbauen. Eine wird dem freistehenden Fernseher als Quelle von Strom, Netzwerk, TV- und HDMI-Anschluss dienen. Die anderen sind nur mit jeweils zwei Schuko-Steckern ausgestattet und werden unter dem Esstisch und an der Couch montiert. Somit hoffen wir am Sofa weniger Kabelsalat durch Ladegeräte zu haben.

Rauchmelder – Pflicht oder Kür?

Copyright: Rainer Sturm  / pixelio.de
Copyright: Rainer Sturm / pixelio.de

Die Ausstattung von Neubauten mit Brandmeldern ist in Schleswig-Holstein seit 2005 Pflicht und zudem auch gemäß unseres Darlehensvertrags gefordert. Folgende Optionen bietet der Markt:

  1. Einfache autarke Brandmelder (5-15 Euro pro Stück)
  2. Vernetzte Brandmelder (Funk oder Kabel). Sobald ein Rauchmelder auslöst, wird der Alarm auf alle weiteren Rauchmelder im Netz übertragen (20-40 Euro pro Stück)
  3. Smarte Rauchmelder: Die Raumelder können über Funk oder Kabel ihren Alarm-Status an die Smart Home Zentrale übermitteln und lösen zudem einen lokalen Alarm aus (40-100 Euro pro Stück). Das Smart Home kann im Rahmen des Alarms entsprechend reagieren und das Licht in allen Räumen anschalten sowie die Jalousien in allen Räumen hochfahren, um die Fluchtwege frei zu machen.

Homematic Smart Home Pilot

Um mit Homematic wired warm zu werden habe ich mich entschieden in Anlehnung an einen ELV-Journal-Artikel einen Piloten meines Smart Home Setups zu erstellen.

Meine Pilotinstallation muss folgende Eigenschaften erfüllen:

  1. Autarke Installation inkl. eigenem Netzwerk
  2. Modularer Aufbau um vielfältige Homematic Wired Komponenten zu testen
  3. Kompaktes Bauformat um den Piloten transportieren zu können
  4. Betrieb des Dimmers mit LED- und Halogen-Lampen
  5. Hardware-Taster zur Steuerung der Aktoren

Ich habe mich für ein 50x50cm Brett mit zwei Hutschienenleisten entschieden und die benötigten Komponenten entsprechend positioniert. Durch den Router auf dem Pilot-Brett, kann die Installation überall unabhängig bertrieben werden. Die Verkabelung der Buskomponenten ging relativ schnell von der Hand. Im Grundsetup habe ich folgende Teile verbaut:

„Die“ Bemusterung

Im Rahmen des Bauprojektes mit Suckfüll Energiesparhaus aus Nieheim stand im November und Dezember die Bemusterung für unser Haus an. Im Großen und Ganzen sind folgende Themenkomplexe zu entscheiden:
1. Finalisierung der Grundrisse inkl. Fenster und Jalousien-Motoren
2. Bemusterung sämtlicher Hausdetails, wie Farben von Putz, Dachüberhängen, Sicherheitsstandard des Hauses, Position von Heizung und Elektroanlagen im Haus etc.
3. Festlegen an welcher Seite der Anschlag der einzelnen Fenster und Türen ist
4. Auswahl der Innentüren, Schließer
5. Auswahl der Fliesen und Bodenbeläge
6. Elektroplanung
7. Smart Home Planung
8. Badezimmer-Bemusterung

Auswahl unseres Smart Home Systems

Der Markt von Smart Home Systemen ist relativ vielseitig und auf den ersten Blick schwer überschaubar. Neben zahlreichen Stunden, die ich in diversen Smart Home Communities und in Foren verbracht habe, waren Gespräche mit Experten auf der GET Messe Hamburg und Erfahrungen aus dem Bekanntenkreis eine gute Quelle für Basis-Informationen. Zudem sind das c’t Spezial Smart Home sowie die VDE-Vorstudie Smart Home relevante Quellen.

Folgende Systeme haben wir in die engere Auswahl eingeschlossen, da diese alle Pflichtkriterien erfüllen:

System Kabel-anbindung Funk-anbindung Standard Verfügbarkeit am Markt seit Kosten Installation/Anmerkung