Erfahrungsbericht: Würden wir wieder mit Suckfüll bauen?

Wir wurden sowohl privat im Freundeskreis, als auch über dieses Blog häufig gefragt, ob wir wieder mit Suckfüll bauen würden. Für alle die keine langen Texte lesen wollen hier die Kurzform: „JA!“

Bei der Recherche für die Bauanbieterauswahl sind wir über viele Horrorgeschichte im Zusammenhang mit dem Thema Hausbau gestoßen. Neben Baumängeln wurden auch massiv gestiegene Baukosten als Probleme ausgewiesen. Dies macht natürlich hellhörig und aufmerksam. Daher starten wir im Erfahrungsbericht direkt mit den „Baumängeln“.

Baumängel

Wie bei jedem Projekt gab es auch bei unserem Projekt an der einen oder anderen Stelle Mängel. Relevant ist aus unserer Sicht jedoch nur wie mit diesen Problemen umgegangen wird. Für alle Mängel wurden gute Lösungen gefunden und auf Augenhöhe mit uns als Kunden diskutiert. An dieser Stelle können wir nochmals empfehlen einen Baugutachter hinzu zu ziehen, da uns als technisch interessierten Laien die Expertise fehlt. Das Investment in einen Baugutachter macht sich in jedem Fall bezahlt. Unser Gutachter hat Fehler im Zusammenhang mit der Bodenplatte erkannt, die ohne Zeitverzug und ohne nachträgliche Qualitätseinbußen beseitigt werden konnten. Alle weiteren gefundenen Punkte waren Kleinigkeiten die direkt durch die Handwerker oder im Rahmen von späteren Nachbesserungen korrigiert wurden. Besonders beindruckend war die Reaktionsschnelligkeit des „Hausaufstellteams“. Anmerkungen des Baugutachters wurden vom Vorarbeiter direkt aufgenommen und in die Tat umgesetzt.
Die gute Qualität des Hauses wurde uns durch den unabhängigen Baugutachter bestätigt. Andere Suckfüll-Bauherren, mit denen wir in Kontakt stehen haben diese Aussagen auch erhalten. Daher ist diese Information auf jeden Fall gut für das Gefühl.

Zeitplan

Der von Suckfüll angegebene Bauzeitenplan wurde hinsichtlich des Aufstelltermines und der Fertigstellung des gesamten Objektes eingehalten. Einzelne Gewerke im Plan haben sich teilweise gering verschoben. Diese Verschiebungen wurden durch die Bauleitung kommuniziert und hatten auf unsere Planung keinen Einfluss. Da nur auf Basis von Kalenderwochen geplant wird, haben wir teilweise die Termine direkt mit der Bauleitung oder den Handwerkern feinabgestimmt. Somit konnten wir auch vor Ort sein, als die Handwerker  loslegten.

Kommunikation mit Suckfüll

Die Kommunikation mit Suckfüll und insbesondere der Bauleitung war gut und sachlich. Als Kunde muss man berücksichtigen das Suckfüll ein kleiner Haushersteller ist. Daher gibt es nur einen Bauleiter sowie den Geschäftsführer, der auch eine Teilmenge der Bauprojekte betreut. Zu Stoßzeiten oder zu Urlaubszeiten musste man daher manchmal für Klärungen mehrfach nachfragen. Aus unserer Sicht war dies aber kein massives Problem.

Baukosten

Die vorab kalkulierten Baukosten gemäß dem Angebot von Suckfüll wurden eingehalten. An dieser Stelle gab es keine Überraschungen. Im Nachgang zu der Bemusterung wurden uns alle Mehr- und Minderpreise genannt. Da alle Einzelpositionen benannt wurden, gab es eine hohe Transparenz für uns.
Uns war bewusst, dass wir während der Bauphase noch weitere minimale Anpassungen am Haus vornehmen würden. Daher haben wir direkt ein Aufpreisbudget mit eingeplant. Die Aufpreise waren fair. Beispielsweise haben wir einen Wasserzähler für die Gartenbewässerung und einen weiteren Außenwasserhahn installieren lassen sowie in dem Fliesenbereich der Bäder zwei Ablagefächer für Shampoo-Flaschen einbauen lassen.

Einsparpotenziale und Eigenleistungen:
  1. Elektrik Bauseits und Smart Home in Eigenleistung: Die Planung des gesamten Smart Home Systems sowie die Montage aller Schwachstromkomponenten (24 Volt) konnte in Eigenleistung erbracht werden. Die Voraussetzung dafür ist eine gewisse Technikaffinität und der Wille sich in die Thematik einzuarbeiten. In meinem Fall habe ich mich etwa ein dreiviertel Jahr mit dem Thema Smart Home intensiv beschäftigt. Die 230 Volt Elektro-Installation wurde zusammen mit einem lokalen Elektriker vorgenommen.
  2. Leerrohre, Netzwerk und TV-Anschlüsse: Die Installation von Leerrohren für Lautsprecher-, Audio/Video-Kabel und die Anschlüsse auf dem Dachboden sind in einem Holzhaus mit Installationswänden relativ einfach umzusetzen. Mit etwas Geschick und Übung kann man bis zu 40mm dicke Flexrohre ohne weiteres durch die Installationswände ziehen.
    Die Netzwerk und TV-Verkabelung haben wir auch in Eigenleistung vorgenommen. Zum Selbstkostenpreis kann man lieber mal ein Kabel mehr, als ein Kabel zu wenig verlegen. Unser Einfamilienhaus verfügt über etwa 30 Netzwerkanschlüsse. Aus meiner Sicht ist es sinnvoll, dass alle stationären Geräte über LAN-Kabel angeschlossen werden. Video-Streaming belastet somit nicht das WLAN und Backups/Datentransfer sind via Kabel deutlich schneller.
  3. Unseren Wäschewurf haben wir auch in Eigenleistung erstellt. Mehr dazu hier!
  4. Einige Sanitärobjekte haben wir aus dem Angebot entfernen lassen und selbst im Internet bezogen. Die Montage haben wir dann von lokalen Handwerkern vornehmen lassen und somit eine beachtliche Kostenersparnis realisiert.
  5. Die Montage der Perimeterdämmung sowie das Anbringen vom Buntsteinputz im Sockelbereich haben wir auch in Eigenleistung vorgenommen. Die Angebote der lokalen Handwerker standen in keinem Verhältnis zu den Materialkosten und der Arbeitszeit. Die Arbeit mit Bitumenkleber und Putz war mit Abstand die schlimmste Eigenleistung am Haus, hat jedoch im Verhältnis zum Aufwand sehr viel Geld gespart.
Handwerker:

Unser Haus liegt etwa 300km von dem Suckfüll-Werk in Nieheim entfernt. Dennoch wurden größten Teils Handwerker aus der Region rund um das Suckfüll-Werk eingesetzt. Folgende Gewerke wurden durch Handwerker aus der Umgebung von Nieheim durchgeführt:

  • Bodenplatte
  • Sanitär
  • Fußbodenheizung
  • Fliesen
  • Photovoltaik
  • Treppe

Diese Installateure arbeiten häufig mit Suckfüll zusammen und stehen in direktem Kontakt zur Bauleitung. Direkt durch Suckfüll-Mitarbeiter wurden folgende Gewerke umgesetzt:

  • Hausaufstellung
  • Dachdecken
  • Trockenbau
  • Innenausbau (inkl. Türen).

Norddeutsche (für uns demnach lokale) Handwerker wurden für die Gewerke:

  • Gerüstbau
  • Estrich
  • Deckendämmung durch Iso-Flocken
  • Blower-Door-Test

beauftragt. Der Außenputz wurde zu guter Letzt von einem bundesweit operierenden Unternehmen realisiert.

Vergleich zu anderen Bauprojekten

Unser Grundstück liegt in einem Neubaugebiet, so dass wir einen guten Vergleich zu anderen Bauprojekten haben. Positiv hervor zu heben ist, dass bei Carina und Jonas sowie bei uns, wie in der Auflistung erkennbar, ausschließlich deutsche Handwerksbetriebe im Einsatz waren. Bei einigen Nachbarn waren teilweise internationale Bautrups im Einsatz von denen niemand Deutsch oder Englisch sprechen konnte. Dies verhindert natürlich eine effektive Kommunikation oder die Abstimmung von Details. Teilweise konnte noch nicht einmal die Bauleitung der anderen Bauunternehmen mit den Subunternehmern kommunizieren.
Mit Ausnahme des Gewerkes „Bodenplatte“ hatte jedes Handwerkerteam mindestens einen kommunikativ starken Mitarbeiter. Somit wurden kundenorientierte Lösungen umgesetzt und „Probleme“ im Vorfeld verhindert. Die Handwerker haben häufig mitgedacht und haben Verständnis gezeigt, wenn man als Kunde etwas Zeit braucht, um sich für eine Lösung zu entscheiden.
Hier zeigt sich, dass man als Bauherr auf jeden Fall regelmäßig auf der Baustelle präsent sein sollte, um von dem direkten Kontakt zu den Handwerkern zu profitieren. Aus unserer Sicht ist dies eine Win-Win-Situation, da die Dinge direkt so umgesetzt werden, wie von den Bauherren gewünscht wird und somit doppelte Arbeiten verhindert werden. Wir haben darauf geachtet die Handwerker mit Kaffee und Süßigkeiten zu versorgen – dies hat der Stimmung auf dem Bau auf jeden Fall nicht geschadet 😉

Fazit

Der Bau mit Suckfüll war für uns ein positives Erlebnis. Vielen Dank für die gute Zusammenarbeit! Mit dem Ergebnis sind wir sehr zufrieden. Daher würden wir immer wieder mit Suckfüll bauen und können sie jedem Fertighausinteressierten nur empfehlen.

Ein Gedanke zu „Erfahrungsbericht: Würden wir wieder mit Suckfüll bauen?“

  1. Super geschrieben, danke für dieses interessante Fazit! 🙂
    Wir sind gerade in der Angebotsphase, mal schauen ob‘s dann bei uns letzenendes auch Suckfüll werden wird…

    Viele Grüße aus Hessen
    Mario B.

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