Holzhaus – Holzterrasse

Um den Sommer draußen verbringen zu können, wollten wir schnellstmöglich eine Terrasse realisieren. Nachdem wir uns einen Marktüberblick verschafft haben, boten sich folgende Optionen an:

  • Gepflasterte Terrasse
  • Keramik-Platten
  • WPC (Wood-Plastic-Composite)
  • Echtholz-Terrasse

Unsere Anforderungen:

  • Barfusstauglich
  • Langlebig (mindestens 25 Jahre)
  • Pflegeleicht
  • Passendes Design zum Haus

Bei einem Holzständer-Haus muss der Sockel 15 cm frei liegen, damit es keine Feuchtigkeitsschäden geben kann. Inklusive der Estrichhöhe hätte man somit eine mindestens 31 cm hohe Stufe zur Terrasse. Alternativ könnte man auf Estrich-Höhe an das Haus pflastern und dann einen „Graben“ überwinden. Diese Lösung ist konstruktiv relativ aufwändig. Zudem ist die Barfusseignung von Pflaster nicht ideal. Daher haben wir die Option „Pflastern“ erst einmal aus dem Rennen genommen.
Keramikplatten können entweder in Mörtel oder schwebend auf Füßen verlegt werden. Die Optik und Barfusseignung gefallen uns. Lediglich bei Starker Sonneneinstrahlung kann man sich die Füße verbrennen. Letztendlich waren uns die Keramikplatten für das gebotene zu teuer.
Bei WPC (Wood-Plastic-Composite) handelt es sich um einen Werkstoff aus Holz und Kunststoff der sehr langlebig sein soll. Hier haben wir uns viele Produkte angeschaut, aber kein Modell gefunden dass uns optisch zugesagt hat. Der Werkstoff wirkt relativ künstlich und eintönig. Zudem haben Zahlreiche Berichte über verwittertes und gerissenes WPC in Foren unser Vertrauen in den Werkstoff geschmälert. Bei Sonneneinstrahlung erhitzt sich der Kunststoff stark womit die Barfusseignung eingeschränkt ist.

Eine Holzterrasse war Anfang an unser Favorit. Durch die luftige Unterkonstruktion kann die Holzterrasse an das Haus geführt werden und der Sockel gleichzeitig frei liegen. Somit können Feuchtigkeitsschäden und ein vermieden werden. Um die Langlebigkeit zu gewährleisten haben wir uns für Bangkirai entschieden. Das Holz ist barfussgeeignet, pflegeleicht und extrem witterungsbeständig. Es wird eine Nutzungsdauer von über 30 Jahren angegeben. Um die Farbe zu erhalten muss es lediglich einmal pro Jahr geölt werden.

Bau der Terrasse
Die Terrasse haben wir „fremd vergeben“. Meine Eltern/Pias Schwiegereltern haben die Terrasse für uns gebaut. Wir haben tatkräftig unterstützt und parallel noch den Umzug aus der Mietwohnung in Angriff genommen.
Die Unterkonstruktion der Terrasse besteht aus verdichtetem Schotter auf dem ein Splitbett mit 2% Gefälle aufgebracht wurde. Darüber haben wir ein Wurzelflies gelegt und Betonsteine als Fundamente verteilt. Zwischen der Unterkonstruktion und den Fundamentsteine werden Gummipads platziert, die dafür sorgen, dass die Unterkonstruktion nicht im Wasser steht. Zudem haben die Pass die Eigenschaft  potenziellen Trittschall zu verhindern. Um die Höhe zum Estrich zu gewinnen und weniger Fundamentsteine zu verbauen haben wir eine doppelte Lattung bei der Unterkonstruktion gewählt. Im Ergebnis kann man jetzt auf Fussbodenhöhe auf die Terrasse gehen. Die Terrasse erstreckt sich über die West und Südseite des Hauses und bietet ausreichend Platz. Einen Herzlichen Dank für die Unterstützung an meine Eltern. Das Ergebnis ist wunderbar geworden 🙂

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