Unsere Küche und der Weg dahin

Achtung – das KDO hat eine Insolvenzanmeldung angekündigt. Mehr dazu findet ihr in diesem Blog-Eintrag.

Wir beide Kochen und Backen sehr gerne. Die Auswahl einer Küche mit viel Platz und einer guten Ausstattung liegt uns daher am Herzen.

Unsere Küche haben wir bereits im letzten Jahr ausgesucht. Der Küchenmarkt ist von einem starken Preiskampf dominiert und Rabatte von 60% sind keine Seltenheit – das suggeriert zumindest die Werbung 😉 Wir haben die Herausforderung angenommen und haben folgende Typen von Anbietern am Markt identifiziert:

  • Reine Online-Anbieter
  • Kleinere Küchenstudios
  • Küchenstudiokette mit riesen Ausstellungen
  • Discount-Anbieter von Markenküchen mit wenig Beratung

Ein reiner Online-Anbieter kommt für uns nicht in Frage. Daher haben wir die drei verbleibenden Händlertypen bewusst verglichen.

Punkte über die man sich vor dem ersten Besuch Gedanken machen sollte:

  • Gesamtbudget für die Küche (am besten 10-15% weniger beim Gespräch als Maximum angeben)
  • Falls man im Vorfeld schon den Küchenhersteller des Studios in Erfahrung bringen kann. Welche Serien bieten die Küchenhersteller an und wo liegen die Unterschiede?
  • Fronten in Laminat, Lack oder Glas?
  • Welche E-Geräte sollen verbaut werden? Wo kann ich mich in der Ausstattung der Geräte einschränken?
  • Was sind die Internetpreise von den gewünschten E-Geräten?
  • Welche Art der Arbeitsplatte (Kunststoff, Echtholz, Stein) ist gewünscht?
  • Kann man den Grundriss noch anpassen um z.B. die Fenster oder Türen noch zu verschieben?
  • Was möchte ich alles in der Küche unterbringen? Gibt es eine Speisekammer für den Vorrat?
  • Soll man in der Küche auch zu zweit gut Arbeiten können? (Mehr Platz zum Gehen benötigt und bei den Schubladen/Türen darauf achten, dass diese nicht zu breit sind. Ansonsten muss man ständig für den anderen Platz machen)

Kleines Küchenstudio
Nach einem ersten Besuch in einem kleinen Küchenstudio, dass uns empfohlen wurde, gab es eine etwa zwei stündige ausführliche Beratung. Nach dem Termin wurde die Küche nach unseren optischen und preislichen Vorstellungen geplant. Wir waren noch nicht sicher, ob wir uns für eine Downdraft-Dunstabzugshaube (fährt aus der Arbeitsplatte elektrisch hoch) oder ein Kochfeld mit integrierter Dunstabzugshaube entscheiden sollten.

Offene Punkte nach dem ersten Beratungsgespräch:

  • Wahl der Dunstabzugshaube
  • Qualität der Lackfronten noch nicht ausreichend. Ein Wechsel auf eine höhere Serie des Küchenherstellers wird dafür nötig
  • Prüfung, ob eine Echtholzarbeitsplatte noch ins Budget passt
  • Entscheidung zwischen Stein- oder Keramikspüle

In einem zweiten Termin haben wir letzte Feinheiten verändert und uns für ein Kochfeld mit integrierter Dunstabzugshaube, sowie eine Steinspüle entschieden. Zusätzlich haben wir auch noch die Küche auf eine Nutzung durch zwei Personen gleichzeitig optimiert. Im letzten Preisangebot konnte sogar noch eine neue Spülmaschine günstig eingepreist werden, die wir direkt mit einbauen lassen. Unsere erst ein Jahr alte Spülmaschine in der Mietwohnung steht dann bald zum Verkauf 😉

Große Küchenstudiokette
Auf Basis einer Internet-Recherche haben wir uns für eine gut bewertete Küchenstudiokette entscheiden. Nach einem vierstündigen Gespräch und einem Rundgang durch die riesige Ausstellung wurde die Küche konfiguriert. Der Listenpreis war doppelt so hoch wie unser gesetztes Budget. Nach einem Gespräch des Beraters mit seinem Vorgesetzten wurden uns 40% Rabatt eingeräumt. Wie wir bereits im Vorfeld im Internet gelesen haben, handelt es sich bei dem Vorgehen um einen Klassiker im Küchenverkauf.
Bei genauerem Hinschauen handelte es sich um die günstigste Serie eines Herstellers mit sehr einfachen Fronten, die nicht vollständig lackiert waren. Die Küche wurde dann mit hochwertigen E-Geräten „gepimpt“. Fazit:

  • Küchenqualität nicht ausreichend
  • E-Geräte teilweise sehr hochwertig
  • Keine grundlegend neuen Ideen zur ersten Planungsrunde im kleinen Küchenstudio
  • Gesamtpreis zu hoch.
  • Vereinbarung nochmals nach einer Woche zu telefonieren
    Nach einer Woche habe ich mit dem Berater nochmals telefoniert und konnte den Preis ohne Änderungen der Konfiguration nicht mehr nach unten anpassen. Der Anbieter war somit aus dem Rennen.

Discount-Küchenanbieter
Der Discount-Küchenanbieter setzt darauf, dass man mit der fertigen Küchenplanung und einem Referenzpreis vorstellig wird. In einem kurzen Termin ohne tiefgehende Beratung wird die Küche nachgeplant und der Preis um „bis zu 20%“ unterboten. Der Vertrag wird dann noch am gleichen Tag unterschrieben.
Bei unserem ersten Besuch, war uns das „krasse“ Geschäftsmodell des Anbieters noch unbekannt. Daher fehlten noch die finalisierten Angebote der anderen Anbieter. Wir haben einen zweiten Termin ausgemacht und sind mit dem favorisierten Angebot des kleinen Küchenstudios angetreten. An diesem Punkt war uns bereits klar, dass wir hier nur zuschlagen würden, wenn der Preis ein deutlicher Schritt nach unten gewesen wäre. Die Arbeit und Beratung im kleinen Küchenstudio muss honoriert werden. Nachdem wir mit den Eckdaten der Küche vorstellig wurden, konnte der Discount-Küchenanbieter dieses Angebot nicht unterbieten. Wir wurden bestätigt, dass es sich bei der Küche vom kleinen Studio um ein gutes Angebot handelt und haben dann direkt unterschrieben.

Wir haben unsere Küche beim Küchen-Design-Outlet Hamburg erworben und freuen uns schon auf den Einbau und das erste Kochen 🙂

3 Gedanken zu „Unsere Küche und der Weg dahin“

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